Laut gedacht, leise gewachsen.
- silviafaulhammer
- vor 2 Tagen
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Im RadioFabrik-Interview mit Wolfgang Ochsenhofer in der Sendung „Lebensfragen mit System“ durfte ich erzählen, was mich gerade bewegt – und was ich bewege. Ein Gespräch über Netzwerkformate, laut denken, leise wachsen, müde sein, echte Verbindungen. und Lieblingssongs. Echt. Ehrlich. Und so, wie ich eben bin.

Wenn mein Leben ein Buchtitel wäre?
„Laut gedacht. Leise gewachsen.“
Als Kind wollte ich gerne und oft mit dem Kopf durch die Wand. Ich war stur. Ich war rebellisch. Ich habe alles hinterfragt. Ich war eine, die immer wissen wollte: Warum? Warum war mein liebste letzte Frage. Wieso die zweitliebste. Heute frage ich lieber: Wofür? Ich bin nicht mehr laut, aber klar.
In welchem Kapitel ich gerade bin?
Ich würde sagen im Kapitel: „Die Verbinderin (in mir) gesucht – gefunden.“
Ich bin keine Bandagistin. Aber ich bringe „Leut zamm“. Mit Formaten wie der Netzwerk-After-Work-Party "Success Soirée", dem Business-Lunch-Blind-Date-Format "eat & spread" oder bald ganz neu: den Männerabenden.
Meine Mission? Räume schaffen, in denen echte Verbindung möglich ist. Ohne steife Pitches, aber mit echtem Interesse. Mit Haltung und Humor. Und mit einem Glas zum Anstoßen und zu Prosten in der Hand, wenn’s sein darf.
Mit der Success Soirée etwa habe ich ein Format geschaffen, das Female Empowerment, Business-Networking und Lebensfreude vereint. Hier treffen sich starke Frauen, Gründerinnen, Visionärinnen und Führungskräfte, um sich zu vernetzen, inspirieren zu lassen und gemeinsam Erfolge zu feiern.
Ich bin überzeugt: Netzwerken funktioniert am besten in einem inspirierenden Umfeld – ohne steife Vorstellungsrunden, sondern mit echten Begegnungen.
Meine Tipps fürs Netzwerken?
1. Netzwerken beginnt mit Geben, nicht von Visitenkarten.
Ich frage nicht: „Was bringt mir das?“
Sondern: „Wie kann ich nützlich sein? Was kann und habe ich zu geben?“
Echtes Netzwerken entsteht dort, wo Menschen sich gegenseitig stärken. Sei neugierig, teile Kontakte, öffne Türen. Du wirst staunen, wie oft etwas zurückkommt – ohne es zu erwarten.
2. Zeig dich, wie du bist – nicht wie du denkst, dass du sein solltest.
„Authentizität zieht an. Perfektion langweilt.“
Gerade Frauen denken oft, sie müssten erst „fertig“, „perfekt“ oder „erfolgreich genug“ sein, um zu netzwerken. Aber Menschen verbinden sich mit echten Geschichten – nicht mit glatten Fassaden.
3. Räume sind wichtiger als Rollen.
„Ich glaube an Begegnung auf Augenhöhe – nicht an Business-Karten-Ranglisten.“
Die besten Gespräche entstehen oft beim zweiten Kaffee, nicht beim Elevator Pitch. Deshalb habe ich Formate wie eat & spread oder die Success Soirée ins Leben gerufen: Um Räume zu schaffen, in denen Frauen einander inspirieren – und wachsen lassen.
Meine größte Herausforderung 2024?
Selbst Raum zu behalten – in all dem Raum, den ich gebe.
Ja, das war vielleicht die Challenge.
Ich ermögliche gerne viel für andere. Ich entwickle Konzepte, verbinde Frauen, gehe auf Bühnen, schreibe Kolumnen, Artikel und Blogbeiträge, halte Workshops, coache Einzelpersonen sowie Teams, gestalte Retreats, denke in Formaten und Visionen – und das alles mit einer Haltung, die tief aus mir selbst kommt.
Aber genau da liegt auch die Krux: Wenn man ständig Energie nach außen gibt, wird das innere Gleichgewicht zur echten Herausforderung. Wenn man Netzwerke baut, Events kuratiert, Räume öffnet, entsteht leicht ein Vakuum – in einem selbst.
Ich habe gelernt, mir Fragen zu stellen, die ich anderen oft stelle:
• Was brauche eigentlich ich gerade?
• Wo darf ich leiser werden, um mich selbst wieder besser zu hören?
• Wo darf ich Nein sagen – auch wenn ein Ja erwartet wird?
Mein Höhepunkt 2024?
Die erste Success Soirée war nicht nur ein rauschender Abend. Sie war die Verkörperung (m)einer Vision. Frauen stärken, die etwas zu sagen haben. Räume schaffen. Beziehungen ermöglichen, die echt sind.
Und: Sie war der Anfang von etwas Neuem. Denn daraus sind Anfragen von Unternehmen entstanden, die intern Frauen-Netzwerke aufbauen möchten.
That’s what I call Wirkung.
Und der passende Song zum Schluss?
„One“ – Mary J. Blige feat. U2
Ein Song über Verbindung. Miteinander. Und die Kraft, einander zu tragen.
„We’re one, but we’re not the same. We get to carry each other.“
Genau das ist meine Botschaft. In jeder Veranstaltung. In jedem Gespräch. In jedem Netzwerk.
Playlist:
1. Sweet Caroline, Sofia Carson (unbedingt die Cover-Version von Sofia Carson)
2. Closer Tot he Edge, Thirty Seconds to Mars
3. Go Your Own Way, Fleetwood Mac
4. Just Can’t Get Enough, Depeche Mode
5. Girls Just Wanna Have Fun, Inpetto & Jess Ball, Cover Version
6. Salvation, The Strumbellas
7. Bittersweet Symphony, The Verve oder die Cover Version von GAMPER & DADONI
8. Gettin Closer, Justin Jesso
9. Sweet Dreams, Eurythmics; Oder: Love Is a Stranger, Eurythmics
10. Don’T Stop Believin‘, Journey
11. With or Without You, U2
12. Supergirl, Reamonn
13. I Got So High That I Saw Jesus, Noah Cyrus & Miley Cyrus im Duo
14. Million Reasons, Lady Gaga
15. Sex on Fire, Kings of Leon
16. Little Bit of Love, Tom Grennan
17. Die With a Smile, Lady Gaga & Bruno Mars
18. I’m Every Woman, Chaka Khan
19. Everybody Hurts, R.E.M.
20. Wie schön du bist, Sarah Connor
21. Alte Seel, Lemo
Liebe Wolfgang, danke dir sehr für das feine Interview!
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